Diagnose – wie wird eine AML festgestellt?

  • Eine Akute Myeloische Leukämie (AML) hat oft unspezifische Krankheitsanzeichen.
  • Es sind mehrere Untersuchungsschritte beim Hämatologen notwendig für die Diagnosestellung.
  • Der jeweilige Subtyp der AML kann über Auswahl der Therapie und Prognose der Erkrankung entscheiden.

Mögliche Krankheitsanzeichen (Symptome) für eine AML sind eher unspezifisch. Das bedeutet: Sie können auch mit anderen, harmloseren Ursachen zusammenhängen. Ihr behandelnder Arzt wird daher bei einem AML-Verdacht immer mehrere Untersuchungsschritte vornehmen, die Ergebnisse anschließend zusammentragen, auswerten und mit Ihnen im Einzelnen besprechen.

Zu diesen Schritten gehören im Allgemeinen:

  • Feststellen Ihrer persönlichen Krankengeschichte im direkten Gespräch mit Ihnen (Anamnese).
  • Eine ausführliche Untersuchung von Blut und Knochenmark.
  • Eine körperliche Untersuchung. Sind z.B. Leber oder Milz tastbar vergrößert? Gibt es Auffälligkeiten bei anderen Organen?
  • Unterstützend werden auch bildgebende Verfahren (Röntgen, Computertomografie, Ultraschall) eingesetzt.

Eine genaue Diagnose – Voraussetzung für die Auswahl der individuellen Behandlung

Umfangreiche Untersuchungen helfen, Art und Ausprägung der AML genauer einzugrenzen. Sobald Ihr Arzt die Ergebnisse vorliegen hat, wird er eine individuell passende Therapie mit Ihnen gemeinsam besprechen bzw. auswählen. Bei der Auswahl der individuellen Therapie spielen mehrere Faktoren eine Rolle: So ist neben Ihrem körperlichen Gesamtzustand und Ihrem bisherigen Krankheitsverlauf auch entscheidend, um welchen Subtyp der AML es sich handelt. Um diesen festzustellen, wird Ihr Arzt Ihr Blut bzw. Knochenmark im Labor auf entsprechende Kennzeichen hin untersuchen lassen.

Befund und Therapie einer AML sollten immer in einem hämatologischen Zentrum, also von Ärzten, die auf diese Erkrankungen des Blutes spezialisiert sind, gestellt werden.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Um den Verdacht auf eine AML-Erkrankung zu bestätigen bzw. auszuschließen, gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die vom behandelnden Arzt veranlasst werden.

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  • Blutbild

  • Großes Blutbild als
    wichtiger Schritt
    zur Diagnose
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  • Knochenmarkuntersuchung

  • Die Knochenmarkuntersuchung (Knochenmarkpunktion) gibt Sicherheit bezüglich Erkrankung
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Am besten in Begleitung

Falls es für Sie möglich ist: Bitten Sie einen Angehörigen oder einen anderen Ihnen vertrauten Menschen, Sie ins Arztgespräch zu begleiten. Er oder sie kann eventuell wichtige Informationen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand ergänzen. Gleichzeitig kann er dazu beitragen, die Vielzahl neuer Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und gegebenenfalls auch einmal bei Ihrem behandelnden Arzt gezielt nachzufragen, wenn etwas unklar erscheint.